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LG präsentiert luftgekühlten Turbo-Chiller für KI-Rechenzentren

LG Electronics (LG) erweitert sein Portfolio für die Klimatisierung von Rechenzentren um einen hocheffizienten, luftgekühlten Turbo-Chiller (Air-Cooled Centrifugal Chiller). Die neue Lösung wurde speziell für die wachsenden Kühlanforderungen von KI-Rechenzentren (AIDC) entwickelt. Mit einer Leistung von 480 bis 600 RT (Refrigeration Tons) pro Einheit lässt sich das System flexibel an unterschiedliche Kapazitätsbedürfnisse anpassen.1
Hocheffiziente Kühltechnologie ohne Öl
Herzstück der neuen Anlage ist ein ölfreier Zentrifugalkompressor mit Magnetlagerung. Durch den Verzicht auf Schmieröl werden mechanische Reibungsverluste eliminiert und die Kompressionsleistung gesteigert. Zudem nutzt die integrierte Kältemittel-Freikühltechnologie kühle Außenluft zur Entlastung des Kompressors. Das Kältemittel zirkuliert dabei direkt und ohne zwischengeschalteten Wärmetauscher oder Glykol, was Wärme- und Druckverluste minimiert. Interne Simulationen von LG zeigen, dass diese Methode jährlich rund 30 Prozent weniger Energie verbraucht als herkömmliche wasserseitige Freikühlsysteme.2
Ausfallsicherheit und intelligentes Management
Für den unterbrechungsfreien Betrieb in kritischen IT-Umgebungen verfügt die Anlage über ein integriertes System zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV). Dieses schützt die Hardware bei Stromausfällen durch ein sicheres Herunterfahren und stellt die volle Kühlleistung nach Wiederkehr der Stromversorgung innerhalb von drei Minuten wieder her. Gesteuert und überwacht wird die Infrastruktur über die Software Data Center Cooling Management (DCCM). Sie ermöglicht eine datengestützte Überwachung, frühzeitige Anomalieerkennung und vorausschauende Wartung. So lassen sich Ausfallrisiken minimieren und die Betriebseffizienz in Echtzeit an die aktuellen IT-Workloads anpassen.
Fokus auf den deutschen Markt und lokales Know-how
Auch für LG in Deutschland ist diese fortschrittliche Kühltechnologie von großem Interesse. Derzeit prüft das Unternehmen konkrete Einsatzmöglichkeiten, um den lokalen Markt für KI-Kühllösungen künftig strategisch zu erschließen. Dabei profitiert der deutsche Standort von der umfassenden Expertise, die innerhalb des globalen LG-Konzerns im Bereich der Rechenzentrumsinfrastruktur bereits vorhanden ist. Ziel ist es, dieses globale Know-how künftig auch hierzulande zu nutzen, um lokale Rechenzentren bei der effizienten und nachhaltigen Bewältigung rechenintensiver KI-Workloads optimal zu unterstützen.
„Da KI-Rechenzentren eine immer höhere Leistungsdichte und Wärmeentwicklung aufweisen, ist eine energieeffiziente, zuverlässige Kühlung entscheidend“, sagt James Lee, Präsident der LG Electronics Eco Solution Company. „Mit unseren Kerntechnologien werden wir unser Portfolio weiter ausbauen, um diesen steigenden Anforderungen gerecht zu werden.“
¹ Die Angaben zur Kühlleistung basieren auf den Betriebsbedingungen von Rechenzentren mit Kaltwasser-Ein- und -Austrittstemperaturen von 28/20 °C sowie einer Umgebungstemperatur von 40 °C. Die tatsächliche Kühlleistung kann je nach Installations- und Betriebsbedingungen variieren.
2 Basierend auf internen Simulationen von LG mit einer einzelnen 1.750-kW-Anlage bei 100 Prozent Kühlleistung unter den klimatischen Bedingungen der Metropolregion Seoul. Der jährliche Energieverbrauch wurde mit 1.479.655 kWh für die wasserseitige Freikühlung und 1.044.824 kWh für die Kältemittel-Freikühlung berechnet. Der tatsächliche Energieverbrauch kann je nach Installations- und Betriebsbedingungen variieren.
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